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Die Deutschen sind schrecklich

Geschichte eines europäischen Feindbildes
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Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Koch-Hillebrecht, Manfred
Verfasserangabe: Manfred Koch-Hillebrecht
Jahr: 2008
Verlag: Berlin, wjs
Mediengruppe: Erw.-Sachliteratur
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Abteilung: Geschichte - Politik Standorte: EMK KOC Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:

Inhalt

Fröhlich, weltoffen, tolerant und fair ¿ seit der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2006
ist ein altes Feindbild ins Wanken geraten. Die Bilder von sommerlichen Straßenfesten,
jubelnden Fans und heiteren Verlierern gingen um die Welt. In London und Paris, in
New York und Moskau, in Peking und Sidney rieb man sich verwundert die Augen:
Sind die Deutschen am Ende etwa doch ganz nett?
Aber das Gedächtnis der Völker ist lang, und noch immer prägen seit Jahrhunderten
bestehende Vorurteile das Bild der Deutschen im Ausland. In seinem ebenso faktenreichen
wie humorvollen Buch geht Manfred Koch-Hillebrecht dem historischen Phänomen des
Antigermanismus nach und versucht zu erklären, warum die Deutschen so unbeliebt sind,
warum man sie »Piefkes«, »Krauts«, »Boches« oder »Hunnen« nennt. Dabei zeigt sich, dass
uns nicht nur die Gräuel der Großvätergeneration, sondern auch die Untaten der Vandalen,
die Plünderungen der Landsknechte Georg Frundsbergs und sogar die Grausamkeiten der
Kreuzritter vorgehalten werden. Ja, schon Tacitus konnte wenig positive Eigenschaften an den
Germanen entdecken: »Wenn sie nicht in den Krieg ziehen«, so schrieb er, »bringen sie
nicht viel Zeit mit Jagden, sondern meist in Untätigkeit hin, als Liebhaber des Schlafens
und des Essens.«
Der Leser lernt aber auch die großen Deutschlandfeinde des 20. Jahrhunderts kennen:
Clemenceau, Morgenthau und Benesch waren notorische Germanophoben. Franklin Roosevelt
bekämpfte im Zweiten Weltkrieg nicht nur die Tyrannei Hitlers, sondern auch den
preußischen Militarismus. Und noch 1989 taten Margaret Thatcher und François Mitterrand
alles in ihrer Macht Stehende, um die Wiedervereinigung zu verhindern.
Auf höchst unterhaltsame Weise führt der Autor in die Welt der nationalen Vorurteile ein,
in der die Schotten geizig, die Polen Autodiebe, die Österreicher gemütlich sind und die
Engländer nicht kochen können. Koch-Hillebrecht ist skeptisch, ob diese Vorurteile je
überwunden werden können. Er zeigt aber, dass es in den Augen der Völker neben
dem schrecklichen inzwischen auch den sympathischen Deutschen gibt.

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Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Koch-Hillebrecht, Manfred
Verfasserangabe: Manfred Koch-Hillebrecht
Jahr: 2008
Verlag: Berlin, wjs
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Systematik: Suche nach dieser Systematik Emk, El, Gcw 1, Gcw 10, Erl
Interessenkreis: Suche nach diesem Interessenskreis Deutsche Geschichte
ISBN: 978-3-937989-37-2
2. ISBN: 3-937989-37-4
Beschreibung: 1. Aufl., 463 S.
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Mediengruppe: Erw.-Sachliteratur